Mindestlohn bei Nachqualifizierung von Flüchtlingen? - Bundesregierung verweigert Rechtssicherheit

Müssen Betriebe Flüchtlingen und anderen MigrantInnen, die sich für die Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses bei ihnen nachqualifizieren, den Mindestlohn bezahlen oder nicht? Die Bundesregierung meint "Nein" und verweist auf Pflichtpraktika von Schülern, Azubis, Studenten, die laut Gesetz keinen Anspruch auf den Mindestlohn haben. Von Nachqualifizierungen konkret steht dort aber nichts. Ein Gutachten sagt, dass die Bundesregierung eine gesetzliche Grundlage schaffen muss, wenn sie ihre Interpretation rechtssicher machen will. Doch davon will Ministerin Nahles nichts wissen. Betriebe und Flüchtlinge brauchen aber dringend Rechtssicherheit, findet Grünen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer. Alles andere ist intransparent und macht den Mindestlohn im Zweifel missbrauchsanfällig.Die Süddeutsche Zeitung (s. Artikel vom 9. Februar 2017) berichtet.