Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
"Politik darf sich nicht in der Ausarbeitung von Gesetzesentwürfen und Entschließungsanträgen erschöpfen; und auch nicht in Debatten im Bundestag", sagte Brigitte Pothmer anlässlich der vierten Ausstellungseröffnung am 12. Mai in ihrem Wahlkreisbüro in Hildesheim.
"Veränderungsprozesse in der Gesellschaft brauchen mehr. Sie brauchen auch Anstöße und Unterstützung aus der Kunst." Sehr gute Beispiele dafür seien die jetzt präsentierten Arbeiten der vier ausstellenden Künstlerinnen und Künstler.

Die Ätzradierungen "Manipulation I-IV" von Gisela Wilke-Schellhorn zeigen wie sehr der Mensch manipulierend, sortierend und einengend in das natürliche Umweltgeschehen eingreift.
"Irgendwie ein ganz normaler Sommer", ist der Titel der drei digital bearbeiteten Fotografien von Marion Lidolt, die als vermeintliche Urlaubsschnappschüsse eine scheinbar normale Umwelt zeigen, die doch welk ist
![]() | ![]() |
![]() | ![]() |
.
Mit überarbeiteten Postkarten in Bildkästen will Kurt Baumfeld das Wesen hinter der Fassade begreifbar machen. Seine "Gefundenen Orte" lassen den Betrachter Fragmente und Zeichen einer Wirklichkeit finden, die in unserer schnelllebigen Alltagskultur verschüttet worden sind.
Die Plastik von Roland Bauer in Holz und Metall mit mumifizierter Taube bringt Natur und Umwelt in verblüffend einfacher Form zusammen und erzeugt damit eine schockierende Interpretation des Klimawandels.
Im Gespräch, das Brigitte Pothmer mit den Künstlern und Besuchern der Ausstellung führte, wurde deutlich, dass es neben einem konsequenteren Handeln der Politik auch einen Bewusstseinswandel in der Bevölkerung geben muss, um den Klimawandel zu bremsen. Um uns alle zu wirklich dauerhaften Veränderungen in unserem Alltag zu bewegen, bedarf es "tiefer Berührungen", wie es Kurt Baumfeld ausdrückte. Und dafür könnte Kunst ein Mittler sein, weil sie auch die unbewussten Entwicklungen in der Gesellschaft reflektiert.
Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Juni zu den Öffnungszeiten und in Absprache mit Heidi Linder (Tel. 05121/ 999 02 03) im Wahlkreis-und Regionalbüro in der Jakobistr. 15 zu sehen.