Brigitte Pothmer, MdB

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24. Oktober 2007

"Sehnsucht nach Gerechtigkeit - Wie links ist Deutschland?"

Eine Untersuchung der Wochenzeitung "DIE ZEIT" aus dem August kam zu überraschenden Ergebnissen: Fast 70 Prozent der FDP-Wähler befürworten die Einführung eines Mindestlohns; zwei Drittel der Unionsanhänger wünschen sich, dass der Staat mehr für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren tun soll; rund 80 Prozent der SPD-Anhänger möchten die Rente mit 67 wieder abschaffen.
Eine übergroße Mehrheit aller Befragten ist der Ansicht, dass die Regierung sich zu wenig für soziale Gerechtigkeit einsetzt.

Was steckt dahinter?

- Haben die Reformen, die den Sozialstaat modernisieren und ihn auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten sollten, die Erwartungen nicht erfüllt?
- Helfen die Konzepte der Vergangenheit gegen die Angst vor der Zukunft?
- Wie lässt sich die Sehnsucht nach Gerechtigkeit stillen?
- Steht am Ende der großen Koalition der Anfang für eine kleine Revolution?

071024 Salon Gerechtigkeit Podium

Über diese und andere Fragen diskutierte Brigitte Pothmer mit ihren Gästen Frank Bsirske, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft ver.di und Oswald Metzger, finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag Baden-Württemberg, freier Publizist und Politikberater und über 100 Gästen am 24. Oktober 2007 in Hannover.

Jede/r dritte Deutsche denkt und fühlt "links". Die von den Parteien in den vergangenen Jahren so intensiv umworbene Mitte scheint um ein gutes Stück nach links zu rücken. Dabei wird offenbar der Sozialstaat der siebziger Jahre zum idealen Zukunftsentwurf.

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