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MdB Brigitte Pothmer (Mitte) informierte sich über Einleitungen am Südstrand. WZ-FOTO: GABRIEL-JÜRGENS
Wilhelmshaven/ga - Herrlicher Sonnenschein, strahlend blaue See, planschende Kinder. "Schön könnte es hier sein ...", sagt die Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer. Niedersachsens Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl wählt nach dem Gespräch mit den "Kaiserlichen KanalarbeiterInnen" bewusst den Konjunktiv. Vertreter der Bürgerinitiative hatten die Hildesheimerin zuvor über die Fäkalieneinleitungen in die Jade informiert.
Bekanntlich müssen die Wilhelmshavener Entsorgungsbetriebe (WEB) nach Starkregenfällen immer wieder Mischwasser in die Jade ableiten. Pothmer hält das mit Blick auf das touristische Potenzial des nahe gelegenen Südstrandes für einen unhaltbaren Zustand. "Ich rate der Initiative, weiter auf die erforderliche Erneuerung des Abwasserkanalnetzes zu pochen." Sie habe nicht den Eindruck, dass das Thema auf Platz eins der Prioritätenliste der Stadt stehe. Da gehöre es aber hin, wenn man die über tausend Arbeitsplätze, die am Städtetourismus hängen, nicht gefährden wolle.
Als zweite Station in Wilhelmshaven besuchte Pothmer in Begleitung des Kreisvorsitzenden der Grünen, Peter Sokolowski, das JadeWeserPort Infocenter, von wo aus man die Bauarbeiten für den Containerhafen und das nahe gelegenen Kohlekraftwerk von GDF Suez in Augenschein nahm. Sie sei "hochirritiert", so die Politikerin, dass es bei der zeitgerechten Anbindung des Hafens mit einem leistungsfähigen Gleisanschluss immer noch offene Fragen gebe. Offenbar sei es bei den Verhandlungen des ehemaligen niedersächsischen Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) und dem damaligen Bahnchef Hartmut Mehdorn zugegangen wie auf einem Pferdemarkt - mit Vereinbarungen per Handschlag. Pothmer forderte Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) auf, klar Stellung zu beziehen und die Verträge mit der Bahn offenzulegen. Darauf hätten auch die Anwohner der Bahnstrecke einen Anspruch.
(c) Wilheimshavener Zeitung
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