

Faire Milchpreise und faire Produktionsbedingungen hat die Grünen-Abgeordnete und niedersächsische Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl Brigitte Pothmer heute (Dienstag) anlässlich ihres Gesprächs mit den Kreisteamleitern des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), Gisela Webs und Michael Dreyer, in Lüchow-Dannenberg gefordert. "Bund und Land lassen die Milchbauern im Stich", sagte Pothmer. CDU, SPD und FDP würden mit ihren Forderungen nach Weltmarktorientierung, Intensivierung und Rationalisierung die Bauern in den Ruin treiben, kritisierte die Grüne. "Das alles geht zu Lasten der bäuerlichen und mittelständischen Betriebe und zu Lasten der Umwelt!"

v.r.n.l. Elke Mundhenk, Michael Dreyer, Heinrich Pothmer, Brigitte Pothmer, Gisela Webs sowie Jürgen Lehmberg
Pothmer, Webs und Dreyer waren sich einig, dass die Überproduktion von Milch eingedämmt werden müsse. "Statt wie Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner auf Exportsubventionen zu setzen, brauchen wir sofort eine marktgerechte Milchmengenreduzierung um fünf Prozent", sagte Pothmer. Das sei beispielsweise über einen Stopp der Saldierung genannten Verrechnungsmöglichkeiten der Milchmengenüberschüsse möglich.
Wenn keine wirksamen Sofortmaßnahmen ergriffen würden, dann drohe der Verlust von bis zu 500.000 Arbeitsplätzen im Bereich der Milcherzeugung. "Das wird auch die Betriebe in der Region Lüchow-Dannenberg hart treffen", befürchtet die Grüne.
Pressemitteilung vom 22.9.09