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Für einen Kursschwenk der europäischen Staaten im Umgang mit Flüchtlingen und für eine faire Handelspolitik plädierte die grüne Europa-Abgeordnete Franziska Brantner in der Diskussionsveranstaltung über die Chancen und Risiken der Revolten in Nordafrika am 24.03.2011 im Petra-K.-Club der Grünen in Hannover.
Ohne mehr finanzielle und humanitäre Hilfe seitens der EU bliebe der demokratische und soziale Aufbruch in Tunesien und Ägypten erschwert. Und ohne Unterstützung der Gegner Gaddafis sei der Erfolg des Aufstands in Libyen extrem gefährdet. Brantner diskutierte auf Einladung der Grünen-Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer mit sehr engagierten Veranstaltungsgästen und kritisierte die bisherige Praxis der EU-Staaten, zur Abwehr von Flüchtlingsbewegungen mit den despotischen Herrschen in Nordafrika zu kooperieren.
Mehr denn je sei es jetzt notwendig, ausreichend finanzielle Mittel für die Hilfe vor Ort zur Verfügung zu stellen, die europäischen Märkte für Waren aus den Ländern des Aufbruchs zu öffnen und für mehr junge Menschen von dort die Möglichkeit zu schaffen, sich in Europa ausbilden zu lassen und zu studieren. Damit könne ein entscheidender Beitrag zum Aufbau neuer Existenzen und der Infrastruktur in deren Heimat geleistet werden.