Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Zur Bundestags-Abstimmung über eine Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PID) erklärt die Grünen-Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer:
Ich unterstütze den Gesetzentwurf für eine begrenzte Zulassung der PID (Bundestagsdrucksache 17/5451), weil ich der Meinung bin, dass man Eltern, die mit der begründeten Furcht auf ein schwerstbehindertes Kind leben, eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte Entscheidung ermöglichen sollte. Die medizinische Möglichkeit, Eltern, die bereits Fehl- und Totgeburten durchlitten haben, durch PID die Chance auf ein gesundes Kind zu geben, darf der Staat in meinen Augen nicht vollständig verbieten.
In keinster Weise darf aber behindertes Leben herabgewürdigt werden. Und es darf auch kein Zwang entstehen, eine PID vorzunehmen oder sich nach einer PID in einer bestimmten Weise zu entscheiden.
Meiner Ansicht nach wird es eine inflationäre Anwendung der PID auch nach einer begrenzten Zulassung nicht geben, denn zusätzlich zu den Voraussetzungen, die bei den Eltern vorliegen müssen, muss in jedem Fall eine Ethikkommission ein positives Votum abgeben. Dadurch wird die Missbrauchsgefahr eingedämmt. Darüberhinaus halte ich die Vermutung für weltfremd, dass sich Frauen auf die Tortur einer künstlichen Befruchtung, die Voraussetzung für eine PID ist, leichtfertig einlassen würden.