

In der Süddeutschen Zeitung vom 11. Mai 2010 schreibt Kurt Kister einen interessanten Kommentar zu den Lehren aus der NRW-Wahl und stellt darin Überlegungen an, die sich durchaus mit meinen Thesenr zu den Entwicklungsperspektiven der Grünen decken.
Ein Beispiel (Zitat): „Im Vergleich zur FDP sind die Grünen was Werte, Programmatik und soziologischen Zuschnitt angeht, langsam auf dem Weg zur Volkspartei. ... Wie eine Partei erfolgreich sein kann, die sich mit ihren Sympathisanten wandelt, zeigen die Grünen. Aus der einstigen Öko-Müsli-Partei ist eine politische Vereinigung geworden, die ein umfassendes Programm und durchaus auch etliche Flügel zu bieten hat. Die alte Fundi-Realo-Dichotomie hat längst ausgedient; wer Freude an so was hat, muss heute zur Linkspartei gehen. Die Grünen aber bieten politische Heimat für viele Themen und Weltanschauungen, ohne dass abweichende Meinungen als Ketzerei oder Majestätsbeleidigung verstanden werden. Einige Zeit sah es so aus, als gehe das grüne Milieu allmählich in Pension. Nein, so ist es nicht, es scheint sich zu erneuern. Nicht die SPD ist wieder da. Die Grünen sind es, auch in Nordrhein-Westfalen.“
Ich empfehle diesen Text der besonderen Aufmerksamkeit.
Nachfolgend finden Sie außerdem weitere Materialien zur Diskussion. Insbesondere das »Thesenpapier« und meinen »Briefwechsel mit Gerhard Schick«.
