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Die Grünen haben das Atomkraftwerk Grohnde, das heute (Mittwoch) sein 25-jähriges Bestehen feiert als "Trauerfall" bezeichnet. Anlässlich seines Festvortrages bei der Feier im AKW Grohnde übergeben Brigitte Pothmer, MdB und Spitzenkandidatin der Grünen in Niedersachsen, Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender und Dorothea Steiner, Landesvorsitzende einen Offenen Brief an Ministerpräsident Wulff. "Keine Lösung für den Atommüll – keine Terrorsicherheit - hohe staatliche Subventionen: kein Grund zum Feiern mit E.ON", heißt es am Anfang des Briefes.
"Auch 25 Jahre nach Betriebsbeginn gibt es keinen sicheren Ort zur Lagerung des Atommülls. Atomkraft ist ein Auslaufmodell. Wir werden uns mit aller Macht gegen ein Aushebeln der Laufzeiten im Atomgesetz wehren", sagte Wenzel. Atomkraft sei bis heute die teuerste Form der Stromerzeugung. Die staatliche Subventionierung der Atomindustrie müsse endlich beendet werden.
In ihrem Brief weisen die Grünen-Politiker darauf hin, dass das Atomkraftwerk Grohnde seit 2001 ohne Terrorschutz ist. Die Vernebelungsanlagen, die man dort zum Terrorschutz installiert hat, seien der "kümmerliche Rest eines größeren Plans". Gleichzeitig verzichte die Landesregierung auf die rechtlich zwingend gebotene Durchsetzung von Auflagen nach dem Atomgesetz.
Wenzel: "Ministerpräsident Wulff und die Atompolitik der CDU stehen für eine Laufzeitverlängerung, die den Ausbau der Erneuerbaren Energie massiv behindert und dafür den Atomkonzernen Milliardengewinne in die Kassen spülen würde."

Brigitte Pothmer und Stefan Wenzel, AKW Aktion Grohnde