Brigitte Pothmer, MdB

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20. November 2009

Grüne appelliert an Caritas: Kündigung nach Bagatell-Mundraub zurücknehmen

Pothmer will Teewurst bezahlen

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag Brigitte Pothmer hat an die Caritas Seniorendienste Hannover appelliert, die jetzt bekannt gewordene fristlose Kündigung einer Pflegehelferin zurückzuziehen. "Hier geht es nicht um die Wurst, sondern um die Verhältnismäßigkeit", heißt es in einer Erklärung der Grünen-Politikerin von heute (Freitag). Der unerlaubte Verzehr einer Teewurst sei ohne Zweifel juristisch nicht korrekt, "aber eine dafür ausgesprochene Kündigung ist ein moralisches Armutszeugnis", sagte Pothmer.

Wenn die bestehenden Gesetze nicht für die angemessene Bewertung von Bagatell-Mundraub taugen, müsse es schleunigst Korrekturen geben. Es sei unanständig, Mitarbeiter auf die Straße zu werfen, weil sie eine "arbeitgebereigene Frikadelle oder ein Teewurstbrot gegessen haben".
 
Pothmer bietet der Caritas an, den finanziellen Schaden zu begleichen und die Teewurst aus ihrer eigenen Tasche zu bezahlen.

 

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