
Datum: 16. Juli 2010
Im Zusammenhang mit der umstrittenen Planungen zur B3 in Hemmingen hat sich die Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer mit einem offenen Brief an den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann gewendet. Darin fordert die niedersächsische Grünen-Politikerin eine Abkehr von der "überdimensionierten Planung B3neu" und ein Umschwenken auf die "kleine Ausbau-Variante", die von der Bürgerinitiative "Wer Straßen sät, wird Autos ernten" und den Hemminger Grünen unterstützt wird. Pothmer wörtlich: "Es liegt eine Alternative auf dem Tisch, mit der die überfällige Entlastung der Bevölkerung kostengünstig, umweltschonend und in absehbarer Zeit erreicht werden kann."
Pothmer wirbt auch vor dem Hintergrund der Krise der öffentlichen Haushalte für einen Kurswechsel. Diese müsse genutzt werden, einmal getroffene Entscheidungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. "Die Frage der Ortsumgehung Hemmingen ist dafür aus meiner Sicht sehr geeignet", so die Grüne.
Es bestehe über alle Lager hinweg Einigkeit darüber, dass eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger erreicht werden müsse. Eine Lösung müsse daher an diesem Punkt ansetzen. "Da die "kleine Lösung" schon vor der Planfeststellung der jetzigen Variante von der Mehrheit der Parteien und Bürger Hemmingens gefordert wurde, sehe ich hier eine gute Kompromisslinie", schreibt Pothmer.
Es müsse in Sachen B3 endlich Klarheit und Ehrlichkeit herrschen. Dazu gehöre auch die Unfinanzierbarkeit des Großprojektes: Ferlemann müsse endlich reinen Wein einschenken und dürfe wie auch seine CDU-Parteikollegin Maria Flachsbarth nicht immer wieder neue, aber unbegründete Hoffnungen wecken, forderte die grüne Bundestagsabgeordnete.