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»Der grüne Tisch«

31. Mai 2010

Raus aus der Armutsfalle! Die grüne Grundsicherung: ein Leben in Würde und Chancen auf Arbeit für alle?

Die Statistik spricht für sich: In der Region Hannover gelten mehr als 15 Prozent der Einwohner als arm. Wie kann der Ausweg aus der Armutsfalle aussehen? Die Diskussionsveranstaltung verschiedener grüner Ortsverbände suchte nach Antworten. Hierzu der Bericht der Calenberger Zeitung im Wortlaut. 

Calenberg

Grüne suchen nach einem Ausweg aus der Armutsfalle

Gewerkschafter: Wegen Finanzkrise wird sich Armut verschärfen

EMPELDE. Die Statistik spricht für sich: In der Region Hannover gelten mehr als 15 Prozent der Einwohner als arm. Darunter sind 28 056 Kinder unter 14 Jahren. Deutschlandweit leben 11,8 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze. Von Armut sind Menschen betroffen, die weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens ihres Bundeslandes zur Verfügung haben.

Diese Zahlen legte Doris Klawunde, Sozialpolitikerin der Grünen in der Region, bei einer Diskussionsrunde ihrer Partei vor. Der Anteil armer Menschen habe sich in den vergangenen Jahren um ein Drittel erhöht, sagte Klawunde.

Ihre Parteikollegin, die Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer, sprach von einer neuen Qualität der Armut. „Die Leute kommen nicht raus aus der Armut. Anders als früher wird der Zustand an die Kinder vererbt“, sagte Pothmer vor lediglich 20 Zuhörern in der Grundschule – zumeist Parteimitglieder. Gewerkschaftsvertreter Sebastian Wertmüller befürchtet sogar, dass wegen der Finanzkrise noch mehr Menschen als bisher in die Armutsfalle geraten.

Einen Ausweg aus dem Dilemma haben die Grünen am Mittwochabend erwartungsgemäß nicht gefunden. Sie geißelten Niedriglöhne, Leiharbeit und Ein-Euro-Jobs. Einen Denkanstoß gab der frühere Grünen-Ratsherr Bernhard Klinghammer aus Ronnenberg. „Wir müssen die vorhandene Arbeit teilen, damit mehr Menschen davon leben können", sagte er.

Artikel der Calenberger Zeitung im Wortlaut.

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