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Eine gute Betreuung, Unterstützung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosenseien in Hannover ist kaum mehr möglich. Mit dieser Kritik wendet sich Brigitte Pothmer, an die Bundesregierung. Sie ist beunruhigt, weil mehr als 200 befristet beschäftigten Mitarbeitern des Jobcenters die Arbeitslosigkeit droht.
Meldung in der »Neuen Hannoverschen Presse« zum Thema
HANNOVER. Eine gute Betreuung, Unterstützung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosenseien in Hannover kaum mehr möglich. Mit dieser Kritik wendet sich Brigitte Pothmer, Bundestagsabgeordnete der Grünen, an die Bundesregierung. Sie ist beunruhigt, weil mehr als 200 befristet beschäftigten Mitarbeitern des Jobcenters die Arbeitslosigkeit droht. „Der derzeitige Befristungsanteil liegt bei 30,1 Prozent und damit über dem bundesweitenDurchschnitt von 23,3 Prozent“, hatte Staatssekretär Gerd Hoofe aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales Pothmer bestätigt. Dass der Bund bundesweit 3200 befristete Stellen in unbefristete umwandeln werde, helfe hier nicht, meint sie: „Das bringt wahrscheinlichnur eine Lösung für 35 Jobs.“
Der Zeitdruck werde immer größer, warnt die Grüne. Weil sich viele Mitarbeiter bald selbst arbeitslos melden müssten, sei die Gefahr der Fluktuation enorm. Solche Arbeitsbedingungen findet Pothmer „unzumutbar“. kig
Meldung in der »Hannoverschen Allgemeinen Zeitung« zum Thema
VON BÄRBEL HILBIG
Die Grünen wollen mit einer kleinen Anfrage im Bundestag auf die prekäre Personalsituation in einigen Jobcentern aufmerksam machen. „Hannover ist exorbitant negativ betroffen“, sagtBrigitte Pothmer, Grünen-Bundestagsabgeordnete, die sich gestern im Jobcenter RegionHannover informierte. Bis Ende des Jahres laufen die Verträge von 300 Beschäftigtenaus. Die Region fürchtet, dass 200 davon endgültig enden könnten. „Wir laufen wirklich Gefahr, dass wir mühsam eingearbeitete Leute verlieren“, sagt Pothmer. Die Wiedereingliederungvon Arbeitslosen hänge aber in erster Linie von qualifi ziertem Personal ab. Der Bundestag hatte dieses Jahr beschlossen, dass die Zahl von befristeten Verträgen in den Jobcentern deutlich sinken soll. „Damit war nicht gemeint, dass das Personal reduziert werden soll“, betont die Arbeitsmarkt-Expertin der Grünen.
Doch in manchen Jobcentern ist der Anteil der befristet Beschäftigten sehr hoch. In Hannover liege der Anteil des Stammpersonals bei nur 40 Prozent. Probleme seien auch aus München, Dortmund und Stuttgart bekannt. Bundesweit sollen zwar 3200 Stellen entfristet werden –doch wenn sie gleichmäßig nach einem bundesweiten Schlüssel verteilt werden, kommen manche Jobcenter dramatisch zu kurz. „Hannover bekommt vielleicht 35, im besten Fall 50 Stellen. Damit wäre die Arbeit des Jobcenters gefährdet.“