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Niedriglöhne in Deutschland
Ein Mindestlohn ist notwendig, um alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer effektiv vor Lohndumping zu schützen. Dies ist heute nicht gewährleistet - mit schlimmen Folgen: Nahezu 6,6 Millionen Menschen müssen für einen Niedriglohn arbeiten. Gut 3,4 Millionen davon verdienen weniger als 7 Euro in der Stunden, mehr als 1 Million sogar weniger als 5 Euro. Von solchen Einkommen den Lebensunterhalt zu bestreiten, ist kaum möglich. Deswegen müssen viele Betroffene ergänzendes Arbeitslosengeld II beantragen.
Schwarz-Gelb blockiert Mindestlohn
Trotz dieser Fakten wehren sich CDU/CSU und FDP mit Händen und Füßen gegen einen flächendeckenden Mindestlohn. Nur in wenigen Branchen haben Sie sich dem Druck der Gewerkschaften und der Arbeitgeber gebeugt und den Weg für einen Branchenmindestlohn freigemacht. Die Weigerung der Regierung einen Mindestlohn in der Weiterbildungsbranche zuzulassen und das Gerangel um den Mindestlohn für die Zeitarbeit zeigen: Schwarz-Gelb ist eine Koalition der Mindestlohn-Verhinderer. Dabei wäre es spätestens jetzt – kurz vor der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit – höchste Eisenbahn.
Grüne Mindestlöhne
In Deutschland fehlt eine allgemeine und verbindliche Lohnuntergrenze, die für alle Beschäftigten – egal ob aus dem Inland oder aus dem Ausland stammend - ohne Ausnahme gilt. Wir fordern daher, alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zuverlässig vor Niedrigstlöhnen zu schützen. Dazu haben wir ein Konzept entwickelt und in einen Gesetzentwurf gegossen, das keine Schlupflöcher enthält und Mindestlöhne für alle Beschäftigten in allen Branchen sicherstellt: