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Mindestlohn

26. Mai 2011

Mindestlohn - Gut für Niedersachsen – Gut für alle!

Im Wortlaut übernommen aus der Neuen Osnabrücker Zeitung:

Foto NOZ Thumb"Staat entgehen Milliarden"

Grüne: Mindestlohn erhöht Kaufkraft und Steuereinnahmen

ten OSNABRÜCK. Nach Auffassung der Grünen würde ein Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde die öffentlichen Haushalte und die Sozialsysteme insgesamt um nahezu 5 Milliarden Euro entlasten. In einem Gespräch mit unserer Zeitung betonte die Grünen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer, alle diejenigen, die jetzt für Niedriglöhne arbeiten müssten, hätten durch den Mindestlohn mehr Geld in der Tasche. Gleichzeitig stiegen die Einnahmen aus der Einkommensteuer, der Mehrwertsteuer und aus anderen Verbrauchsteuern. „Billiglöhne sind für die gesamte Gesellschaft eine teure Angelegenheit“, sagte Pothmer. Nach ihren Angaben würde ein Mindestlohn von 7,50 Euro die Sozialsysteme um mehr als 1,3 Milliarden Euro jährlich entlasten. Gleichzeitig würden jährlich 1,7 Milliarden Euro mehr in die Arbeitslosen-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung fließen.

Für das Land Niedersachsen legte die Bundestagsabgeordnete aus Hildesheim eine gesonderte Berechnung vor. Danach arbeiten dort nahezu 314.000 Beschäftigte zu einem Stundenlohn unter 7,50 Euro. Das seien mehr als 10 Prozent sämtlicher Arbeitnehmer. Würde deren Kaufkraft durch einen Mindestlohn gestärkt, könne das Bundesland jährlich mit Steuermehreinnahmen von rund 70 Millionen Euro rechnen. „Dieser Beitrag kann zur Schuldensenkung, für bessere Bildung oder für die Energiewende verwendet werden und kommt damit allen zugute“, erklärte Pothmer weiter.

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