Brigitte Pothmer, MdB

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27. Juni 2011

Grünen-Politikerinnen zu Gast in Peiner Jugendwerkstatt

„Wir wollen gebraucht werden“ stand auf dem Sonnenblumenstrauß, den Jugendliche der Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer bei ihrem Besuch in der Jugendwerkstatt der LABORA gGmbH in Peine überreichten. Bei dem gemeinsamen Besuch mit der Kreistagsabgeordneten Doris Meyermann berichteten die Jugendlichen über ihre Erfahrungen bei der Ausbildungsplatzsuche und die Unterstützung, die sie in der Jugendwerkstatt erfahren. Brigitte Pothmer ermunterte die Jugendlichen  sich für eine Ausbildung zu entscheiden, da wegen des zukünftigen Fachkräftemangels qualifizierte Arbeitskräfte dringend gebraucht würden.

 Im anschließenden Gespräch mit dem Labora-Geschäftsführer, berichtete dieser den beiden Politikerinnen über die bevorstehenden Probleme bei der Weiterförderung der Jugendwerkstatt im Jahr 2012. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Jobcenters und dem Jugendamt des Landkreises Peine, als Kooperationspartner, sei man im Gespräch, um die erfolgreiche Arbeit auch zukünftig fortsetzen zu können. Immerhin liege die Integrationsquote bei fast 50 Prozent.

Dem Sozialen Kaufhaus in Peine droht die Schließung, wenn die geplanten Kürzungen bei der Arbeitsförderung so umgesetzt werden wie es die Bundesregierung plant. Ebenso ist die weitere Arbeit der LABORA-Jugendwerkstatt unter diesen neuen gesetzlichen Veränderungen nicht möglich.„Arbeitsministerin von der Leyen setzt nichts anderes um als ein schlecht getarntes Sparprogramm, das Milliarden in die Kasse von Finanzminister Schäuble umleitet. So vernichtet die Regierung erfolgreiche Qualifizierungsangebote für junge Menschen", kritisierte Arbeitsmarktexpertin Pothmer.

Schon die 2010 von der Bundesregierung beschlossenen Einsparungen bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik hätten zu erheblichen Einschnitten bei allen Einrichtungen von Labora im Bistum Hildesheim geführt.  „Die Lage wird sich weiter verschlimmern, wenn die Bundesregierung wie geplant weiter an den Arbeitslosen spart“, sagte Pothmer. Bis 2015 sollen fast 8 Milliarden Euro statt in die Arbeitsförderung ins Säckel des Finanzministers fließen. „Das muss auf jeden Fall verhindert werden. Anderenfalls werden vor allem Arbeitslose, deren Integration aufwändig und kostenträchtig ist, auf Dauer abgehängt.“ Die Folge sei laut Pothmer klar: "Die soziale Spaltung wird sich dann noch weiter verschärfen."

Foto Peine

Mit einem Sonnenblumenstrauß hießen Anika Kühn und Daniel Hartmann die Grünen-Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer in der Labora-Jugendwerkstatt in Peine willkommen.

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