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Im Wortlaut übernommen aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (25. Juli 2011):
Von Gabi Stief
Berlin. Der staatlich geförderte Beschäftigungssektor für schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose schrumpft dramatisch. Während bei den Ein-Euro-Jobs drastisch gespart wird, ist die vom Bundesarbeitsministerium favorisierte Bürgerarbeit nach wie vor kaum gefragt. Die Grünen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer warf Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vor, den sozialen Arbeitsmarkt ausbluten zu lassen. Sie forderte eine Rücknahme der Kürzungen in der Arbeitsmarktpolitik.
Besonders besorgniserregend sei der negative Trend in Niedersachsen, kritisierte Pothmer. So ist die Zahl der Stellen, die mit einem Beschäftigungszuschuss von den Jobcentern unterstützt werden, seit Juni 2010 binnen eines Jahres um 63 Prozent von 2194 auf 814 gesunken. 2356 Arbeitslose fanden vor einem Jahr noch mit der sogenannten Entgeltvariante eine geförderte Arbeitsgelegenheit, im Juni dieses Jahres waren es nur noch 1351. Gab es vor einem Jahr landesweit noch rund 22.000 Ein-Euro-Jobs, sind es aktuell nur noch 15.815.
Auch die Zahl der geförderten Weiterbildungen sank in Niedersachsen um 39 Prozent. Der Rückgang der Förderung stehe in keinem Verhältnis zum Bedarf, sagte Pothmer. Binnen Jahresfrist ist die Zahl der Hartz-IV-Empfänger landesweit um 2,8 Prozent gesunken. Hinzu kommt: Die Bürgerarbeit, von der sich Ministerin von der Leyen neue Chancen für schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose verspricht, kommt nur schleppend voran. 2772 Plätze waren in Niedersachsen geplant. Bislang wurden nur 1065 beantragt. Gerade einmal 696 Plätze sind vom Bundesverwaltungsamt bewilligt und nur 189 besetzt.