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Kündigung

21. November 2009

"Teewurst bezahlt"

Der Schaden ist wahrlich nicht groß, zumindest materiell nicht. Den Caritas-Seniorendiensten Hannover hat eine Mitarbeiterin eine Teewurst gemopst. Dafür wurde die Frau nach 18 Dienstjahren auf die Straße gesetzt. Fristlos.

Als Mensch mit wesentlich besser ausgeprägtem Menschenverstand hat sich Brigitte Pothmer erwiesen. Die Hildesheimer Abgeordnete kritisierte nicht nur scharf den Umgang der immerhin christlichen Organisation mit einer Mitarbeiterin ("Hier geht es nicht um die Wurst, sondern um die Verhältnismäßigkeit"). Sie stellte nicht nur der Caritas ein "moralisches Armutszeugnis" aus. Sie erklärte sich auch bereit, den finanziellen Schaden, der durch die böse Pflegehelferin entstanden ist, auszugleichen.

Brigitte Pothmer will die Teewurst jetzt aus eigener Tasche bezahlen. 50 Cent also für die Caritas. Das ist übrigens Latein und heißt Nächstenliebe. (ph)

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung