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Besuchergruppe

30. März 2010

Berlinreise März 2010

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Bei frühlingshaften Temperaturen, ausgestattet mit leichtem Handgepäck und jeder Menge Neugierde waren 47 politisch interessierte Menschen aus den Regionen Hildesheim, Peine, Hannover, Celle und Lüneburg am 25. und 26. März in der Hauptstadt unterwegs.

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Erster Programmpunkt war das Stelenfeld, dieses Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Zentrum Berlins ist die zentrale Holocaust-Gedenkstätte Deutschlands, ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die bis zu sechs Millionen Opfer.

Eine direkte Auseinandersetzung mit der politischen Justiz in der SBZ/DDR erfolgte in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Hier wurde für die Gruppe politische Verfolgung in kommunistischen Diktaturen unmittelbar erfahrbar. Hohenschönhausen ist ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens und will zur Auseinandersetzung mit den Formen und Folgen politischer Verfolgung und Unterdrückung in der kommunistischen Diktatur anzuregen. Bei der zweistündigen Führung wurden die Besucherinnen und Besucher von einem ehemaligen Häftling begleitet, der auch aus eigenem Erleben über Gefängnis in der DDR berichten konnte.

Anschließend vermittelte ein zweistündige Stadtspaziergang ein Stück aktuelles Berliner Alltagsleben und den besonderen Flair von Prenzlauer Berg. Darüber hinaus gab es durch den begleitenden Stadtführer viele interessante Einblicke in das Berlin der vergangenen Jahrhunderte.

Der zweite Tag begann mit einem viel beklatschten Informationsvortrag beim Auswärtigen Amt, der zentralen Schaltstelle der deutschen Diplomatie.

Mittelpunkt des Tages war jedoch der Besuch im Deutschen Bundestag. Die Gruppe nahm an einer Plenarsitzung teil, traf sich mit Brigitte Pothmer und genoss den Weitblick von der Besucherplattform. Anlässlich des EqualPayDay diskutierten die Gäste mit der Abgeordneten das Thema Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt. Ebenfalls aus aktuellem Anlass wurde die Notwendigkeit einer Energiewende erörtert und zur Teilnahme an der Menschkette gegen Atomkraft am 24.April aufgerufen.

Letzter Programmpunkt der Reise war die Open-Air-Ausstellung "Topographie der Terrors". An diesem Ort befanden sich während des "Dritten Reichs" die Zentralen der Geheimen Staatspolizei, der SS und des Reichssicherheitshauptamts. Seit 1987 wird hier über die Einrichtungen des NS Verfolgungs- und Terrorapparats informiert.

Zur Bewältigung dieses umfangreichen Pensum stand der Gruppe ein Reisebus zur Verfügung, dessen Fahrer mit viel Routine und Gelassenheit die Tücken des Weltstadtverkehrs zu meistern wusste und so ganz nebenbei auf die Besonderheiten seiner Stadt mit viel Berliner Charme aufmerksam machte, z.B.:

  • Elefanten Waschmaschine oder Kohlosseum(Kanzleramt)
  • Regierungsschlange (Wohnanlage für Bundestagsbedienstete)
  • Schwangere Auster oder Jimmy Carters Lächeln (Haus der Kulturen der Welt)
  • Big Benz oder Notre Daimler (Glockenturm, Geschenk an "Westberlin" zur 750Jahr-Feier von Mercedes Benz)
  • Ikea-Lammellenschrank (Nordischen Botschaften)

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Weitere Fahrten sind für folgende Termine geplant:

20./21. Mai,
14./15. Oktober und
03./04. November

Anmeldungen bitte über das Wahlkreis- und Regionalbüro in Hildesheim,

Tel. 05121 / 9990203 oder brigitte.pothmer@wk.bundestag.de