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Fenster zur Straße

24. Februar 2011

Agrarwende jetzt! Die Ladentheke darf nicht zur Sondermülldeponie werden.

Diskussionsveranstaltung »Das Fenster zur Straße« über die Agrarwende im Wahlkreisbüro Hildesheim am 23.02.2011

agrarwende

Als die Gastgeberin Brigitte Pothmer am Schluss der Veranstaltung noch einmal darauf hinwies, dass es die Wende in der Landwirtschaft nur gibt, wenn sich alle Akteure – Landwirte, Verbraucher und Politik – dafür einsetzen, herrschte Einigkeit. Aber zuvor ging es in der Diskussion über den Dioxin-Skandal mit dem Agrarexperten der grünen Bundestagsfraktion Friedrich Ostendorff durchaus strittig zu.

Verständlich, denn das Publikum im Wahlkreisbüro der Hildesheimer Bundestagsabgeordneten war bunt zusammengesetzt: Vertreter des Landvolks, Kunden, Verbraucherschützer, BUND, Pädagogen und andere Interessierte beteiligten sich an der spannenden Diskussion über die Zukunft der Landwirtschaft.

agrarwende

Die beiden Grünen-Abgeordneten warben für ihr Ideal der bäuerlichen Landwirtschaft mit der Anpassung der Tierhaltung an die Fläche, der Eigenproduktion von Futtermitteln, mehr Tierschutz und der Kopplung von Subventionszahlungen an Bedingungen zum Strukturwandel. "Bei der Produktion von Lebensmitteln dürfen nicht die Interessen der Industrie, sondern müssen die Bedürfnisse der Verbraucher im Mittelpunkt stehen", lautete eine zentrale Forderung.

Bei allem Streit über viele Aspekte und Fragen zum Spannungsfeld zwischen ethischen Grundsätzen und wirtschaftlichen Zwängen der Nahrungsmittelproduktion waren sich alle Anwesenden auch einig, dass die sich wiederholenden Skandale das Vertrauen der Kunden in landwirtschaftliche Produktion nachhaltig gestört haben. Deshalb müssten kriminelle Machenschaften unnachgiebig bekämpft, bestraft und abgestellt werden und zugleich müsste die verbraucherfreundliche Veränderung der Strukturen forciert werden.

Das werde nicht ohne die Veränderung der politischen Mehrheitsverhältnisse zu machen sein, warb Ostendorff sehr direkt auch für mehr Wählerstimmen für die Grünen. Und dagegen regte sich kein Widerspruch.   

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