Brigitte Pothmer, MdB

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11. Mai 2011

"Soziale Begegnung ist Aufgabe für Architektur und Politik"

Fot Baustelle ThumbBeim Jahresempfang des Architekten- und Ingenieur-Verein Hildesheim (AIV) hielt Brigitte Pothmer die Festrede. Unter dem Titel „Mehr Demokratie, Ökologie und Solidarität – die Gesellschaft als Baustelle – Eltern haften für ihre Kinder“ rief die grüne Bundestagsabgeordnete dazu auf, Orte der Begegnung zu schaffen, um so der um sich greifenden kulturellen und sozialen Spaltung der Gesellschaft zu begegnen.

Architekten und Ingenieure hätten die gleiche Aufgabenstellung wie Politiker, nämlich: die Welt menschlicher zu machen. Zentrales Problem unserer Gesellschaft sei es, dass die verschiedenen sozialen Schichten in zunehmend getrennten Welten lebten und sich nicht mehr begegneten. Diese Entwicklung führe zu einer Entfremdung, die die soziale Solidarität in ihrer Substanz gefährde. "Die Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten leben in unterschiedlichen Stadtteilen, besuchen unterschiedliche Schulen, kaufen woanders ein, essen woanders. Die Einen lernen im ersten Schuljahr Englisch oder sogar Chinesisch - die anderen noch nicht einmal das Alphabet!", kritisierte Pothmer.

Die drastischen Kürzungen der Bundesregierung beim Programm "Soziale Stadt" unterliefen den innovativen Ansatz einer Verknüpfung zwischen baulich-investiven und sozialen Maßnahmen. Dies werde dramatische Konsequenzen für den sozialen Frieden und den solidarischen Zusammenhalt in den Wohn- und Stadtquartieren haben. Die Sanierung von Wohnquartieren, in denen überwiegend sozial Benachteiligte leben, könne nur dann nachhaltig und erfolgreich sein, wenn die Bewohner einbezogen und beteiligt würden. Pothmer: "Es muss nicht nur in Gebäude investiert werden, sondern auch in Nachbarschaften!"

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