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Die Grünen erleben aktuell ein vorher noch nie dagewesenes Umfragehoch. Dieser positive Umfragetrend spiegelt sich inzwischen auch in handfesten Wahlergebnissen wieder, z.B. führen Grüne erstmalig in Baden-Württemberg eine Landesregierung und stellen den Ministerpräsidenten. Für den Grünen Stadtverband Hannover war dies Anlass genug, um bei einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Wir sind Ministerpräsident! Wohin führt der Weg der Grünen?" am 18. Mai in der Üstra-Remise die Situation zu analysieren und sie auf die Landeshauptstadt Hannover herunterzubrechen: Warum und von welchen Wählergruppen werden Grüne gewählt? Was bedeutet das Umfragehoch ganz konkret für die Grünen in Hannover?
Auf dem Podium diskutierten Prof. Dirk Lange von der Leibniz-Universität Hannover, Brigitte Pothmer (Grüne Bundestagsfraktion) und Lothar Schlieckau (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Stadt Hannover). Moderiert wurde die Veranstaltung von Friederike Kämpfe, der Vorsitzenden des Grünen Stadtverbandes Hannover.
Prof. Dirk Lange bescheinigte den Grünen gerade in Hannover ein enormes Potential und hob hervor, dass sie inzwischen WählerInnengruppen bis weit in die Mitte der Gesellschaft ansprechen. Zudem hätten die Grünen bewiesen, dass sie auch zu Kompromissen fähig seien und sich damit als gestaltende Kraft etabliert.
Lothar Schlieckau hob hervor, dass es gelungen sei, trotz der Erweiterung des WählerInnenpotentials die alternative Stammklientel zu halten. Nicht nur im Bereich Umwelt und Klima würden die Grünen den WählerInnen überzeugende Inhalte bieten, sondern auch in anderen Themenfeldern wie der Kinderbetreuung.
Als eine Grundlage für den Erfolg machte Brigitte Pothmer die hohe Glaubwürdigkeit der Grünen aus. Aufgrund ihres klaren politischen Kompasses würden sich heute bei den Grünen von überzeugten Liberalen, die sich in der einseitigen Steuersenkungspolitk der FDP nicht mehr wiederfinden, bis zu Konservativen, denen die CDU nicht mehr werteorientiert genug ist, immer mehr Menschen wieder finden, die sich vorher nie hätten vorstellen können, sie zu wählen.

Auf dem Podium (von links nach rechts): Lothar Schlieckau, Friederike Kämpfe, Prof. Dirk Lange und Brigitte Pothmer.