02.02.2017

Abgehängte Arbeitslosengeld-II-Bezieher brauchen Qualifizierung und den Sozialen Arbeitsmarkt

Zur Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), wonach ca. ein Drittel der Arbeitslosengeld-II-Bezieher nur geringe Jobchancen haben und deshalb dauerhaft auf Leistungen angewiesen sind, erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Dieses ernüchternde Resultat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung muss Konsequenzen haben. Auch arbeitsmarktferne Arbeitslosengeld-II-Bezieher haben ein Anrecht auf gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeit. Sie brauchen bessere Förderung. Arbeitsministerin Nahles muss ihre zeitlich und in der Reichweite begrenzten Sonderprogramme für Langzeitarbeitslose ad acta legen. Stattdessen brauchen wir endlich einen verlässlichen Sozialen Arbeitsmarkt, finanziert durch den Passiv-Aktiv-Transfer, der diesen Menschen eine dauerhafte Perspektive gibt. Außerdem bekommen im Sozialen Arbeitsmarkt auch diejenigen eine Chance, für die die klassischen Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen ungeeignet sind. Anderenfalls bleiben die Betroffenen abgehängt.

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